Dolgesheim.Info
Dolgesheim
Presse
Information
Veranstaltungen
Archiv
Bilder 2013
 



Parkverhalten und Parksituation in der Verbandsgemeinde Guntersblum


In den nächsten Amtsblatt-Ausgaben wollen wir Ihnen das Parkverhalten und die Parksituationen in der VG etwas näher erklären und vielleicht dazu beitragen, dass möglichst viele Verkehrsteilnehmer künftig bereit sind, ihren eigenen Stellplatz (Garage, Hof, Carport etc.) zu nutzen.

Uns - als örtliche Ordnungsbehörde - obliegt die Aufgabe des kommunalen Vollzugs und in deren Eigenschaft haben wir u.a. auch den sogenannten ruhenden Verkehr zu überwachen. Oftmals kann eine von uns erteilte gebührenpflichtige Verwarnung nicht nachvollzogen werden. So auch die Einrichtung von Haltverboten und-/oder Parkflächenmarkierungen. Nicht selten stoßen wir auf Unverständnis. In den meisten Fällen liegt die Begründung allerdings darin, dass viele Verkehrsteilnehmer ihre Fahrzeuge auf öffentlichem Verkehrsraum parken, obwohl vielleicht eine Parkmöglichkeit auf dem eigenen Grundstück möglich wäre.

Von daher wollen wir mit dieser ersten Ausgabe zunächst die gesetzliche Definition PARKEN und HALTEN erläutern:

PARKEN bezeichnet den Vorgang, ein betriebsfähiges und zugelassenes Fahrzeug für unbestimmte Zeit abzustellen. Dabei handelt es sich um einen zulässigen Gemeingebrauch, das Fahrzeug ist dem ruhenden Verkehr zuzuordnen.

Das Parken ist wie das HALTEN überall dort gestattet, wo es nicht durch Halt- oder Parkverbote untersagt ist. Zur besseren Ausnutzung des Parkraums ist platzsparendes Parken unabdingbar. Ausreichend Platz für das Ein- und Aussteigen sowie Rangieren ist freizuhalten.

Der Gesetzgeber unterscheidet den Abstell- bzw. Parkvorgang vom reinen Haltevorgang. Die Rechtsgrundlage bildet dafür die Straßenverkehrsordnung.
§ 12 StVO definiert: "Wer länger als drei Minuten hält, der parkt". Es genügt also schon eines der beiden Kriterien, um aus dem Halte- einen Parkvorgang zu machen.
Das Parken hat in erster Linie auf gekennzeichneten Flächen zu erfolgen und es muss grundsätzlich auf dem rechten Seitenstreifen geparkt werden. Ist ein solcher nicht vorhanden oder nicht ausreichend befestigt, muss am rechten Fahrbahnrand geparkt werden. Ausnahmen davon gibt es nur in Einbahnstraßen. Ferner ist in verkehrsberuhigten Bereichen das Parken in gekennzeichneten Flächen auch in Fahrtrichtung links erlaubt.

Wir haben in der Vergangenheit und werden auf künftig sogenannte Ladevorgänge, die für unsere kommunale Vollzugsbeamtin klar zu erkennen sind, nicht ahnden. Jedoch muss dieser Be-/ oder Entladevorgang erkenntlich sein. Von daher empfehlen wir Ihnen:
"Legen Sie einen Hinweis in Ihr Fahrzeug!"

Das Parken auf Radwegen und -streifen ist verboten. Auf Gehwegen ist das Parken ebenfalls grundsätzlich verboten, solange es nicht durch Beschilderung und/oder Markierung explizit erlaubt ist.
Kraftfahrzeuganhänger ohne Zugmaschine dürfen maximal zwei Wochen geparkt werden.
In den nachfolgenden Amtsblatt-Ausgaben werden wir Ihnen weiterhin versuchen zu erläutern, warum wir die eine oder andere verkehrsbehördliche Anordnung vornehmen und damit das bisherige Parkverhalten geändert werden muss.


Verbandsgemeindeverwaltung Guntersblum
Fachbereich Bürgerservice, örtliches Ordnungsamt

Seite 2